Winterabschluss: Liederabend mit Michael Senzig und Wolfgang Nieß

 

Einen ganz besonderen Abend erlebten die Gäste der Landfrauen am 24. April 2017. Sie hatten den bekannten Wiesbadener Tenor Michael Senzig und den Pianisten Wolfgang Nieß eingeladen. Unter dem Motto "Heute Nacht oder nie!" boten die beiden Künstler ein abwechslungsreiches, unterhaltsames Programm.

 

Hannelore Gertig, 1. Vorsitzende der Erbenheimer Landfrauen, begrüßte die Besucher im gut gefüllten Gemeindesaal zum letzten Abend im Winterhalbjahr. Besonders willkommen geheißen wurden Dr. Christmann und Frau, Herr Wolfgang Reinsch, Heidelore Uhlmann und nicht zuletzt Erika Gladisch. Gleich zu Beginn gab Michael Senzig eine Kostprobe seines gesanglichen Könnens mit  "Heut´ ist der schönste Tag in meinem Leben". Wolfgang Nieß begleitete ihn am Klavier und trug anschließend selbst ein amüsantes Lied vor "Ich fahr´ mit meiner Klara...", in das viele Zuhörer mit einstimmten. Aber auch ein nachdenkliches Thema wurde angeschnitten: Das Thema "Hast" - wie oft man, mit der Uhr in der Hand, seine Dinge erledigt - wurde von Michael Senzig anhand vieler Beispiele demonstriert. Mit viel Beifall und Zustimmung wurde der Liedbeitrag "Was wirklich wichtig ist, weiß ich erst heut`" bedacht. Wolfgang Nieß versprach, daß sie heute alles über die Spezies "Mann" verraten würden. Sehr spannend vorgetragen, erzählte er von den wirklichen Wünschen der Männer. Die Geschichte endete damit, dass "Mann" mit 12 PS auf dem Aufsitzrasenmäher über die Wiese düst! Michael Senzig tauschte sehr geschickt, die ein oder andere Tafel Schokolade gegen ein Küßchen von Damen aus dem Publikum. Auch Heinz Erhard blieb nicht unerwähnt. Sein Gedicht über die "Schlemmerei" mit dem unliebsamen Nebeneffekt, dass leider die Hose nicht mehr zugeht, erfreute die aufmerksamen Zuhörer.  Mit weiteren kurzweiligem  Anekdoten und dem Liedvortrag " Heute Nacht oder nie!" endete der erste Teil der Veranstaltung. Den mittlerweile hungrigen Gästen blieb genügend Zeit das reichhaltige Büfett zu stürmen. Von der Vorspeise, über Fleisch und den verschiedensten Salatkreationen war für jeden Geschmack etwas dabei. Mit Wein wurden die Besucher ebenfalls bestens versorgt und natürlich durfte auch das Dessert nicht fehlen. Nach der Pause erzählte Wolfgang Nieß das Märchen vom Rotkäppchen. Naja, eine etwas modernere Version: Großvater arbeitete im Büro und Großmutter lag mit Herrn Hirsch im Bett!?!? Michael Senzig "ging ins Maxim" und überrraschte mit einer Steppeinlage. Ein Loblied für eine besondere Frau trug Wolfgang Nieß vor. Das gute Mütterlein - nicht so ganz gesetzestreu - landete schließlich im Gefängnis. Eine ungewöhnliche Musikeinlage lieferte der Künstler mit einer Säge, die er wie eine Geige bespielte. Und mit dem bekannten Lied "Ein Mann am Klavier" animierte er das Publikum zum Mitschunkeln. Eher besinnlich zeigte sich Michael Senzig mit der These: "Zeit kann keiner kaufen" und dem anschließendem Gesangsstück "Eine kleine Sehnsucht". Der Frage, wer denn eigentlich der "Chef vom Ganzen" (Körper) sei, wurde recht anschaulich nachgegangen und das Ergebnis brachte schallendes Gelächter im Publikum. Eine Liebeserklärung der besonderen Art für Männer jenseits der 40 wurde mit sehr viel Applaus bedacht. Natürlich gab es auch noch gute Tipps für die Ehemänner: "Es war mein Fehler, Schatz!" Mit diesem Eingeständnis kommen die Männer bei ihren Frauen bestimmt immer gut an. Leider ging der Abend viel zu schnell vorbei und beim Abschiedslied "Es hat uns sehr gefreut" wurde den beiden Künstlern lang anhaltender, kräftiger Beifall gespendet.

 

Es war ein grandioser Abend mit  großartig vorgetragenen Liedern des Tenors Michael Senzig begleitet am Klavier von Wolfgang Nieß, gespickt mit heiteren und auch besinnlichen Einlagen des Duos.  B.B.

 

 

 

 

Osterfeier am 2. April 2017

Die Natur erwacht

 

Trotz Sonnenschein und vieler Veranstaltungen in Wiesbaden freuten sich die Landfrauen über regen Besuch bei ihrer Frühlingsveranstaltung im österlich geschmückten Gemeindesaal. Eine große Osterhasenfamilie hatte auf der Bühne Platz genommen, bunte Primeln und farbenfrohe Ostereier verzierten die Tische.

 

Mit dem bekannten Gedicht "Er ist´s" von Eduard Mörike begrüßte Hannelore Gertig, 1. Vorsitzende der Erbenheimer Landfrauen, ihre Gäste. Die Osterglocke an der Pauluskirche war bereits am 24. März mit Hilfe einiger Landmänner aufgestellt worden. Erstmalig geschah dies bereits 1996. Pfr. Fritz mit Frau, Herr Reinsch mit Frau und Frau Koch wurden von Hannelore Gertig besonders begrüßt und ein großer Dank ging an die vielen Kuchenbäckerinnen.

 

Gemeinsam mit dem Landfrauenchor sangen die Besucher "Alle Vögel sind schon da". Obwohl diesmal die musikalische Begleitung am Klavier von Erika Gladisch fehlte, lobte Pfr. Fritz den gelungenen Gesang. "Es war der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen" -  damit sprach Pfr. Fritz zu Beginn seiner Andacht ein ernstes Thema an. Der Frühling macht sich überall bemerkbar, sei es durch die erwachende Blumenpracht oder das fröhliche Gezwitscher der Vögel am Morgen. Der Frühling lehrt uns immer  wieder nach vorne zu schauen, im Hier und Jetzt zu leben und das Vergangene ruhen zu lassen. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Komm lieber Mai" beendete Pfr. Fritz seine kurze Andacht.

 

Elke Tepper erzählte von den amüsanten Gesprächen zweier Stiefmütterchen. Sie "tratschten" über ihre Blumenkolleginnen, z.B. über die Kornblume so blau... "Wenn man so blau ist, dann kommt das vom Korn!" Zwei, auch die erwachende Natur beschreibende, Gedichte trug Inge Schaab vor. Die Gedanken und Gespräche der Kräuter für die Grüne Soße beschrieb Monika Koch in einer netten Geschichte. Aber die Debatte von Petersilie, Schnittlauch und Co. endete als Ottilie mit dem Messer nahte...

 

Sodann konnte die reichich bestückte Kuchentheke der Landfrauen gestürmt werden. Da war für jeden Geschmack etwas dabei. Gemütlich bei Kaffee und Kuchen wurde geplaudert und der Sonntagnachmittag klang so langsam aus. B.B.

 

 

 

Tagesausflug an die Mosel

Am letzten Märztag, einem "Sommertag", starteten die Landfrauen und -männer nach Trier. Eine schöne Spazierfahrt durch den Hunsrück erwartete die Gruppe. Nach über zweistündiger Fahrt stieg in Trier ein Stadtführer zu. Auf unterhaltsame Weise erzählte er von der Geschichte und den vielen Sehenswürdigkeiten Triers, der ältesten Stadt Deutschlands. Während der Stadtrundfahrt konnten einige der römischen Baudenkmäler, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehören, bestaunt werden: Porta Nigra - das Wahrzeichen Triers, Römerbrücke - die älteste Brücke Deutschlands, Thermenanlagen und das Amphitheater. Das Geburtshaus Karl Marx, heute Museum, zieht viele chinesische Touristen an. Nach einer kurvenreichen Auffahrt erreichte der Bus den Petrisberg. Von dort oben war das gesamte Stadtpanorama Triers zu sehen. Der Trierer Dom, in dem der "Heilige Rock" aufbewahrt wird, ragt besonders hervor. An Weinbergen vorbei ging die Fahrt wieder hinab zum Kurfürstlichen Palais - einst Sitz der Trierer Kurfürsten und heute Sitz verschiedener Behörden. Eine wunderschöne Parkanlage schließt sich an. Die Stadtrundfahrt endete hier und nach ca. einer halben Stunde wurde der Winzerort Klüsserath an der Mosel mit seinen steilen Weinbergen erreicht. Hier wurde den Landfrauen zunächst ein leckerer Vesperteller serviert. Nach der Stärkung blieb genügend Zeit das Krippenmuseum gleich nebenan zu besichtigen. Krippen aus aller Welt und aus den unterschiedlichsten Materialien waren hier zu bestaunen. Besonders beeindruckten die perspektivisch angelegten Krippen, die den Betrachter "fesselten". Eine Weinprobe mit einer Vielzahl von Kostproben der "Moselweine" erfreute und beschwingte die Gäste. Das Winzer-Ehepaar gab Erläuterungen zu den einzelnen Traubensorten und auch zu den teilweise sehr mühsamen Arbeiten in den steilen Weinbergslagen. Bei guter Stimmung verließen die Landfrauen das kleine Weindorf und gegen 19.00 Uhr wurde wieder Erbenheim erreicht.

Der gelungene Tagesausflug gab einen Einblick in die schöne Mosellandschaft und die vielen Sehenswürdigkeiten Triers und weckte bei dem ein oder anderen das Interesse zu einem weiteren Besuch der geschichtsträchtigen Stätte. B.B.

Kreppelkaffee am 18. Februar 2017

Landfrauen haben Fassenacht im Blut

 

 Am vergangenen Samstag, 18. Februar 2017, boten die Landfrauen wieder ein buntes Fastnachtsprogramm im vollbesetzten evangelischen Gemeindesaal. Schon die Bühne war farbenfroh gestaltet: Copacabana - Atmosphäre war angesagt. Hier hatten wiederum Brigitte Gäbelein und Anneliese Döll ihr künstlerisches Geschick bewiesen. Der gesamte Saal war in den Fastnachtsfarben und mit vielen Luftballons dekoriert. Ab 14.30 Uhr strömten die überwiegend kostümierten Gäste ein. Kaffee und Kreppel wurden serviert bis pünktlich um 15.11 Uhr die Show begann.

 

Mit Narrhallamarsch zog die Singgruppe der Landfrauen ein. "Wir grüßen alle Frauen hier im Saal" (die Männer natürlich auch) ging es stimmungsvoll los. Hannelore Gertig, 1. Vorsitzende der Erbenheimer Landfrauen, begrüsste die närrischen Besucher und wünschte einen unterhaltsamen Nachmittag. Die musikalische Begleitung lag wie immer in den bewährten Händen von Erika Gladisch.

 

Gleich der erste Vortrag von Anneliese Döll brachte viele Lacher. Sie erzählte von ihren Erlebnissen als Trauernde, die aber eigentlich noch was erleben wollte und sich letztendlich zum "Paradiesvogel" verwandelte.

 

Eine super Leistung zeigte die Tanzgruppe unter der Leitung von Monika Hardert-Heß. Unter dem Motto "Der Berg ruft" wurde der Saal bei flotter Musik und zünftiger Kleidung in Après-Ski-Stimmung versetzt. Ein Marsch-Medley wurde als Zugabe geliefert - eine tolle Aufführung der jungen Mädels!

 

Unter den Klängen "Am Rosenmontag bin ich geboren" stieg Inge Schaab in die Bütt. Sie wusste viel über die Empfindlichkeiten der Männer zu berichten. "Männer sind wie Mimosen... diese Lazarettis!" Die Geschichte vom Gockel mit seinen zehn Hühnern - auch nicht schlecht!

 

"Vor 40 Jahren" - tja, da war so einiges anders! Die Singgruppe wusste davon zu erzählen: "da waren wir noch flotte Dinger!" Früher trug man Faltenrock, heute sind die Falten im Gesicht, aber eigentlich ist es Edelknitter! Das Publikum sang den Refrain eifrig mit, denn alle haben Fassenacht im Blut!

 

Hannelore Gertig berichtete von ihren vielen Diätkuren, die leider nicht zum erwünschten Erfolg führten. Und die Pointe der Geschichte: sie kehrte nach 6 Wochen Kur mit 15 Kilo mehr heim, während der arme Gatte zuhause verwahrloste, abgemagert war und sich nach seiner molligen Frau sehnte. Ein Supervortrag!

 

Über das stressige Rentnerleben wusste Klaus Schrögler zu erzählen. Die Aufträge seiner Frau: "desto musst du noch machen" verfolgen ihn von früh bis spät! Da sehnt man sich nach dem geruhsamen und geregelten Arbeitsleben zurück. Selbst ein erträumtes Rendezvous mit der flotten Nachbarin endete mit dem Auftrag: die Teppiche müssen geklopft werden. Aber als allerbester Opa hatte er immerhin viel Freude mit seinen Enkelkindern. Es wurde herzhaft gelacht!

 

In einem Sketch bewiesen Edeltraud Röß und Gerti Christ ihr schauspielerisches Talent. Im Reisebüro bemühte sich die Angestellte der Urlaubssuchenden viele interessante Vorschläge zu offerieren: Nordsee, Schwarzwald, Österreich, Schweiz, London, Busreise,... Aber die wählerische Frau hatte an allem etwas auszusetzen. Entweder zu stürmig, zu nass, die Berge zu hoch, zu teuer, ... - nichts passte. Zu guter Letzt entschied die Reiselustige: "Ich geh´ morgen zum Doktor und lass mir eine Kur verschreiben!"

 

 

Sodann betraten zwei "Stars" die närrische Bühne. Helene Fischer (Monika Koch) begeisterte mit ihrem Song "Atemlos" und Wolfgang Petri (Elke Tepper) mit dem Stimmungsschlager "Wahnsinn".

 

Jetzt war es an der Zeit für zweimal 11 Minuten Pause. Mit heißen Würstchen und Wein stärkten sich Publikum und Akteure. Zunächst wurde noch Erika Gladisch, die es auch immer wieder verstand den Saal zum Mitschunkeln zu animieren, mit einem großen Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz verabschiedet. Nach der Pause übernahmen Karlheinz Jonas und Rainer Merten dankenswerter Weise die musikalische Untermalung der Veranstaltung.

 

Ursula Rietze, eigentlich wollte sie die Gass´ kehren, kam auf die Bühne. Mit viel Witz erzählte sie von ihren Erlebnissen auf dem Bauernhof und einer Begegnung mit einem Scheich.

 

Einblicke in das Wartezimmer eines Arztes wurden offenbart. Vier Patientinnen (Elke Tepper, Gudrun Ohl, Ursula Rietze, Friederike Feuerstein) trafen sich um den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Um die Wartezeit zu überbrücken, wurde die Schnapsflasche gezückt und flugs hatten die anderen ihre Schnapsgläser griffbereit. Die armen (anwesenden!) Männer der Damen blieben auch nicht verschont. Mit "Schnaps, das war sein letztes Wort..." wurde der tolle Sketch treffend musikalisch begleitet. Das Publikum klatschte begeistert.

 

Eine schicke Dame (Edeltraud Röß), passend gekleidet von Kopf bis Fuss (sogar der Schirm war farblich abgestimmt), bedauerte: "Ach wär ich doch dehamm gebliebbe". Obwohl sie vor ihrer Reise ihren Mann mit allen nur denkbaren Instruktionen versorgte, ging zuhause so ziemlich alles schief. Und die Krönung: der Gatte teilte das Ehebett mit der Untermieterin! Soviel zum Thema: "das bisschen Haushalt!"

 

Der letzte Programmpunkt wurde angesagt. Die "Tanzgirls" der Landfrauen (Elke Tepper, Monika Koch, Gudrun Ohl, Anne Pradt, Friederike Feuerstein, Brigitte Bopp) hatten Premiere. Schrill bunt, gekleidet im Stil der 70er Jahre, wurde zu Klängen von Boney M. ein flotter Tanz gezeigt. Eine Zugabe wurde dem Publikum leider verwehrt - aber vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr!?! 

 

Hannelore Gertig bedankte sich bei allen Akteuren auf und hinter der Bühne und dem Super-Publikum. Mit der Musik von Les Humphries und allen Mitwirkenden auf der Bühne wurde die bunte, kurzweilige Fastnachtsshow der Landfrauen nach fast vier Stunden beendet. B.B.